Wo kommen unsere Walnüsse her?

Die Walnuss (Juglans regia) kommt ursprünglich aus Mittelasien, den nördlichen Teile des Irans, Kleinasien und dem Himalaya. Durch die Römer wurde sie vor 2000 Jahren in den Breiten nördlich der Alpen etabliert. Heute kommt sie in der gemäßigten und warm-temperierten Zone Eurasiens und großen Teilen Amerikas vor. Angebaut wird die Walnuss auf der gesamten Nordhalbkugel, vor allem in China, Nordamerika, im Iran und Chile. In Europa liegen die Schwerpunkte des Walnussanbaus in Südfrankreich, den Ländern der ehemaligen Republik Jugoslawien, Ungarn, Italien, Rumänien und in der Türkei. Im deutschsprachigen Raum findet der erwerbsmäßige Anbau nur vereinzelt statt.

Walnussimporteur Deutschland
Gegenüber dem kaum verbreiteten heimischen Walnussanbau steht der Walnusskonsum. Deutschland importiert sowohl Walnüsse in der Schale als auch Walnusskerne in großen Mengen, um den eigenen Bedarf zu decken. Im Jahr 2010 lag der Import von Walnüssen in der Schale bei knapp 13.000 t; Tendenz steigend. Mehr als die Hälfte der Menge stammte aus den USA. Bei Walnusskernen lag Deutschland mit rund 13.500 t sogar auf Platz zwei der weltweit größten Importeure.

Und die Nüsse der Walnussmeisterei?
Wir freuen uns sehr über das Revival der Walnuss und jede*n, der/die diese leckere und gesunde Frucht für sich entdeckt. Bis unsere eigene Anlage genügend Nüsse trägt, um diese an die Frau, den Mann und alle anderen zu bringen, kaufen wir Walnüsse aus Privatgärten und von befreundeten Betrieben an. Sie werden von uns aufbereitet und verlesen, zum Teil an unserer Walnuss-Knackmaschine geknackt und weiterverarbeitet. Wir legen großen Wert auf ein freundschaftliches Verhältnis zu unseren Betrieben, Wissensaustausch, gegenseitige Unterstützung und den Erhalt gesunder Walnusshaine und -bäume, damit wir alle noch lange von den leckeren Knabbereien profitieren können.

Regional ist 1. Wahl!  … und Zweite?

Die meisten unserer Partner-Betriebe kommen aus Deutschland. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit erwerbsmäßiger regionaler Walnussanlagen und der gestiegenen Nachfrage sind wir gelegentlich in Lieferschwierigkeiten geraten. Trifft die hohe Nachfrage dann auch noch auf ein schlechtes Ernte-Jahr in Deutschland, sehen wir unseren Betrieb in Gefahr.

Die Walnussmeisterei ohne Walnüsse? Das ist schwer vorstellbar! Da kam das Schicksal wie gerufen, als wir von einer Walnussanlage in den besten Jahren in Ungarn kontaktiert wurden und unser Walnussnetzwerk überregional ausweiten konnten. Hier möchten wir Ihnen alle Anlagen vorstellen, damit sie sich selbst einen Eindruck verschaffen können. Sollten Sie noch nicht alle Informationen finden, bitten wir Sie um ein wenig Geduld. Wir werden die Seite Stück für Stück aktualisieren. Bei konkreten Fragen zur Herkunft wenden Sie sich gerne an info@walnussmeisterei.de.

Walnüsse aus West-Ungarn
Im Komitat Gyõr-Moson-Sopron nur ca. 1,5 Stunden von Wien entfernt befindet sich das Lebenswerk eines Walnussliebhabers. Mit fast 8.000 Walnussbäumen ist die Anlage in Ungarn unser größter Partnerbetrieb. Gearbeitet wird nach ökologischen Standards (Bio zertifiziert) und mit professionellem Inventar. Fünf Mitarbeiter unterstützen den Betrieb vor Ort. Hier werden die alten ungarischen Sorten Alsoszentivany 117 und Milotai 10 angebaut. Sie sind ausgewogen und mild im Geschmack und lassen die Herzen von Walnussfans höherschlagen. Wir haben sofort gesehen, dass hier jemand genau so verrückt nach Walnüssen sein muss wie wir und werden ganz ehrfürchtig vor der Professionalität und der Größe der Anlage.

Durch den glücklichen Umstand, dass unser Wissen gefragt war, sind wir miteinander in Kontakt gekommen. Und was sollen wir sagen? Genau so wünschen wir es uns! Eine bezaubernde Möglichkeit unseren Nusspeicher aufzufüllen geht einher mit Wissensaustausch und Beratung. Dafür zu sorgen, dass die Anlage mit den gesetzten Öko-Standards weitergeführt werden kann, liegt uns am Herzen und wir freuen uns, auch über die regionalen Grenzen hinaus dazu beitragen zu können. Und für wen das nicht regional genug ist: Im Vergleich zu importierter Ware aus China oder den USA, sind doch die 1,5 Stunden Fahrtweg von Wien aus trotzdem eine ressourcen- und CO2-sparende Variante, oder?